RND-Wissen: Antworten rund um Restnutzungsdauer und AfA
Hier finden Sie kompakte Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Restnutzungsdauer-Gutachten — von den Kosten über die Rechtslage bis zur Frage, für wen der Nachweis in Betracht kommt. Fachlich verantwortet durch Roman Rebensdorff, Diplom-Sachverständiger (DIA) und zertifizierter Sachverständiger (DGuSV e.V.).
Der rechtliche Rahmen: § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG erlaubt die Abschreibung nach der tatsächlichen, kürzeren Nutzungsdauer; der Bundesfinanzhof hat das mehrfach bestätigt (IX R 25/19, IX R 14/23). Das strenge BMF-Schreiben von 2023 wurde im Dezember 2025 aufgehoben.
Für Steuerberater: Das Gutachten liefert der Sachverständige zu — die steuerliche Umsetzung bleibt in Ihrer Hand. Ergänzend zu RND-Gutachten sind auch Verkehrswertgutachten möglich.
Der Einstieg ist immer die kostenlose, unverbindliche Erst-Prüfung: Lohnt sich ein Gutachten für Ihr Objekt?
Die wichtigsten Fragen
Was kostet ein Restnutzungsdauer-Gutachten?
Der Preis eines Restnutzungsdauer-Gutachtens richtet sich nach Objekt und Prüfungsumfang und wird vor der Beauftragung verbindlich ausgewiesen. Ob ein Gutachten für Ihr Objekt in Betracht kommt, klärt vorab eine kostenlose, unverbindliche Erst-Prüfung.
Lohnt sich ein Restnutzungsdauer-Gutachten für mein Objekt?
Das hängt vom konkreten Objekt ab — insbesondere von Baujahr, Zustand, Nutzung und vorhandenen Unterlagen. Eine kostenlose Erst-Prüfung kann unverbindlich einordnen, ob ein fachlicher Nachweis in Betracht kommt.
BMF-Schreiben 2023 aufgehoben — was gilt jetzt für die Nutzungsdauer?
Das BMF-Schreiben von 2023 zur Nutzungsdauer wurde im Dezember 2025 aufgehoben. Erforderlich bleibt ein sachverständiger, für den Einzelfall geeigneter, schlüssiger und nachvollziehbarer Nachweis. Über die steuerliche Berücksichtigung entscheidet das Finanzamt.
AfA nach tatsächlicher Nutzungsdauer: Was § 7 Abs. 4 EStG erlaubt
Nach § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG kann die Abschreibung statt nach der pauschalen Typisierung über 50 Jahre nach der tatsächlichen, kürzeren Nutzungsdauer bemessen werden — wenn ein geeignetes Gutachten sie nachweist. Der Bundesfinanzhof hat das mehrfach bestätigt (IX R 25/19, IX R 14/23).
Restnutzungsdauer-Gutachten fürs Eigenheim — lohnt sich das?
Für das selbstgenutzte Eigenheim in aller Regel nicht: Ohne Vermietung gibt es keine Abschreibung — und damit keinen steuerlichen Hebel für ein Restnutzungsdauer-Gutachten. Relevant ist das Thema für vermietete oder gewerblich genutzte Objekte.
Welche Unterlagen brauche ich für ein Restnutzungsdauer-Gutachten?
Am wichtigsten sind Belege zum Baujahr und datierte Nachweise über Modernisierungen. Ergänzend helfen Grundbuchauszug, Pläne mit Wohnflächenberechnung, Energieausweis, aktuelle Fotos und bei Vermietung die Mietunterlagen. Fehlende Unterlagen sind kein Ausschlussgrund, mindern aber unter Umständen die Aussagekraft.
Noch unsicher? Anliegen im Wegweiser einordnen
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